Aufruf zur Gegenkundgebung am 25.4.: Nazis in Lichterfelde unerwünscht!

Die rechtsextreme „Bürgerbewegung“ Pro Deutschland hat für Samstag, den 25. April (15 Uhr) zu einer Kundgebung vor der Notunterkunft Lippstädter Strasse in Lichterfelde Süd aufgerufen.

Wir rufen alle Demokraten – egal welcher Partei -, alle engagierten Bürgerinnen und Bürger und alle Unterstützer einer menschenfreundlichen Willkommenskultur aus ganz Berlin auf, an einer Gegenkundgebung teilzunehmen. Wir stellen uns schützend vor die Notunterkunft und zeigen den Rechtsextremen, dass sie in unserem Bezirk unerwünscht sind!

Bitte teilt und unterstützt diesen Aufruf!
Vielen Dank!

 

Ehrenamtliche für Ostern gesucht

Wir suchen ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die mit uns zusammen das KiJuNa in Lichterfelde-Süd über Ostern (Freitag bis Montag) jeweils von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr für Flüchtlinge aus der Sporthalle Lippstädter Strasse offen halten. Neben einer kleinen (!) finanziellen Aufwandsentschädigung gibt es Kaffee, Tee  und gute Laune im Überfluss…..

Wir wollen den Flüchtlingen die Möglichkeit geben, unsere Einrichtung auch über Ostern für die Tages- und Freizeitgestaltung zu nutzen – damit sie nicht vier Tage in die Halle „eingesperrt“ bleiben.

Wer Interesse hat mitzumachen, schickt bitte eine Mail an Toni Mampel (helfen@sz-s.de)! 

Diese Nachricht darf gern geteilt und weiterverbreitet werden – VIELEN DANK!

Rock for Refugees war voller Erfolg

Es hatten sich schon zahlreiche Gäste eingefunden und die ersten Klänge wurden gespielt, als die Eingangstür noch einmal aufging und eine große Gruppe der Bewohner der Notunterkunft in der Lippstädter Straße hereinkam. Sie waren der Einladung gefolgt und kamen um einen schönen Abend mit Musik und Spaß zu erleben. Telte hatte eingeladen zum Konzert. „Rock for Refugees“ war das Motto des Benefizkonzerts am vergangenen Freitag.
rock_for_refugees_1Live Musik aus fünf Jahrzehnten präsentiert von den Mitgliedern der Band: Kristoffer Baumann – Gitarre und Gesang, Toni Mampel – Gesang, Andreas Oesinghaus – Cajon, Hanfried Wiegel-Herlan – Saxophon und Klavier, Jan Konojacki – Schlagzeug und Thomas Mampel – Gitarre. „Rock for Refugees“ war allerdings leicht untertrieben … es wurde Rock für alle geboten und es war nicht leicht auf den Sitzplätzen zu bleiben. Jeder fand einen Lieblingssong aus den vergangen Jahrzehnten und so ziemlich jeder sang sein Liedchen mit. Thomas Mampel hielt nach ein paar Liedern die Begrüßungsrede, in der er in der ihm eigenen lustigen Weise, auf den Sinn des Abends hinwies: Der Erlös aus den Spendeneinnahmen würde der Flüchtlingsarbeit des Stadtteilzentrums, das sich in der Notunterkunft Lippstädter Straße seit Weihnachten engagiert, zugute kommen. Die Gäste sollten sich also nicht wundern, wenn eine nette Dame mit Hut den ganzen Abend immer mal wieder vorbei kommen würde und auf den Sinn des Abends hartnäckig aufmerksam machen würde.

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Aktuell: Notunterkunft in Dahlem bleibt länger geöffnet – wie siehts mit der Sporthalle in Lichterfelde-Süd aus?

Seit Dezember 2014 leben über 200 Flüchtlinge in der FU-Sporthalle in Dahlem. Ursprünglich sollte diese „nur“ bis Februar als Notunterkunft genutzt werden, dann hiess es, dass die Halle bis Ostern „geräumt“ sein soll…… Nun wurde mitgeteilt, dass die Flüchtlinge dort noch bis Ende Mai ausharren müssen. Eine Schande für unser Land, für unsere Stadt, dass es nicht gelingt, die geflüchteten Menschen, menschenwürdig unterzubringen.

Genauso problematisch ist die Situation in Lichterfelde-Süd: Ich bin gespannt, wie lange die Sporthalle in der Lippstädter Strasse noch als Notunterkunft genutzt werden wird. Auch hier war die Auflösung mehrfach verschoben worden. Aktuell leben auch hier noch über 200 Menschen.

http://www.fu-berlin.de/sites/notunterkunft

TM

Unsere aktuelle Spenden-Wunschliste…..

Für die Flüchtlinge in der Notunterkunft Lippstädter Strasse brauchen wir aktuell folgende Dinge…… Wir würden uns über Ihre Sachspenden (die Annahmezeiten finden Sie unten) sehr freuen…..:

  • Männer-Kleidung
  • Duschzeug und Rasierer
  • Lernmaterial für Schüler und Taschen für die Schulen
  • Spiele für Draußen
  • einen weiteren Pool-Billiard fürs KiJuNa (dort verbringen viele der Flüchtlinge ihren Tag)
  • Lebensmittel  (Obst, Gemüse, Kaffee, Zucker ….. ) für das gemeinsame Koche
  • Freikarten zu Kultur- und Sportveranstaltungen

Außerdem freuen wir uns über ehrenamtliche Helfer für  Sportaktivitäten ( mit Männern)

Das nächste Treffen der  ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer findet am 13.3 um 18.00 Uhr im KiJuNa  (Scheelestraße 145, 12209 Berlin,Ecke Osdorferstr.) statt.

Die Annahme der Spenden findet immer montags und freitags von 10-15 Uhr  im KiJuNa statt.

Es grüßt Sie herzlich….

V.Mampel
Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit des Stadtteilzentrum Steglitz e.V

„Flüchtlinge willkommen“ im Berliner Olympiastadion – Danke Hertha BSC

Am Samstag nachmittag machten 26 Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der Lippstädter Strasse einen Ausflug zum Heimspiel von Hertha BSC gegen den FC Augsburg ins Berliner Olympiastadion. Begleitet wurden sie von Mitarbeiten des Stadtteilzentrums und ehrenamtlichen Helfern.  Thomas Mampel, Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz und selbst eingefleischter Herthaner, zeigte sich über den Verlauf der Aktion erfreut: “ Bestes Wetter, schöne Stadionatmosphäre und wichtige 3-Punkte für unser Team. Das war wirklich ein großer Glücksfall – denn so häufig erlebt man Heimsiege unserer Hertha in der Tat nicht! Für die Flüchtlinge war es ein tolles Erlebnis – es war schön zu sehen, wie sich alle gefreut haben. Für alle war es das erste Mal, dass sie so ein großes Stadion von innen und Bundesliga-Fussball  gesehen haben …..jetzt wollen natürlich alle in 14 Tagen zum Spiel gegen Gelsenkirchen – mal gucken, was sich machen lässt .“

Möglich gemacht wurde dieser Nachmittag durch eine großzügige Spende von Hertha BSC. Der Verein spendete 30 Karten für das Spiel und bereitete den Flüchtlingen einen unvergesslichen Nachmittag! VIELEN DANK – und HaHohe!

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„Es ist ein gutes Gefühl, in einem solchen Umfeld arbeiten und leben zu dürfen.“

Am Montag, den 23. Februar, fand in der Mehrzweckhalle des Oberstufenzentrums (OSZ) Lippstädter Strasse eine Anwohnerinformationsveranstaltung statt, an der auf Einladung des Stadtteilzentrum Steglitz Staatssekretär Dirk Gerstle (in Vertretung für den kurzfristig verhinderten Sozialsenator Mario Czaja), Bezirksbürgermeister Norbert Kopp, die Wahlkreisabgeordnete Cornelia Seibeld, Lageso-Chef Franz Allert  und zahlreiche weitere Vertreter(innen) aus Politik und Verwaltung mit rund 200 Anwohner(innen) über den Stand der Dinge zur Notunterkunft Lippstädter Strasse und zum geplanten Standort für das Containerdorf Ostpreußendamm diskutierten. Auch das Willkommensbündnis war vertreten und informierte über seine Arbeit. Thomas Mampel, Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz e.V., zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden: „Auch wenn Senator Mario Czaja, leider kurzfristig absagen musste, war es eine sehr gute Veranstaltung. Was mich – wie schon im Dezember – wieder besonders gefreut hat: Die Diskussion war ausgesprochen sachlich und getragen von einem deutlich wahrnehmbaren Gefühl der Solidarität mit den Flüchtlingen. Nicht mal ansatzweise gab es irgendwelche fremden- oder ausländerfeindlichen Äußerungen. Es ist ein gutes Gefühl, in einem solchen Umfeld arbeiten und leben zu dürfen.“ 
In der Sporthalle Lippstädter Strasse sind seit Weihnachten rund 250 Flüchtlinge untergebracht. Am Ostpreußendamm 108 soll im 1. Halbjahr 2015 eins von sechs sogenannten Containerdörfern entstehen. Das Stadtteilzentrum Steglitz engagiert sich vor Ort für die Flüchtlinge und organisiert neben der Spendenannahme und -ausgabe auch Deutsch-Kurse, Flüchtlinge können in den Einrichtungen des Vereins kochen und ihren Tag verbringen; Ehrenamtliche begleiten bei Behördengängen und Arztbesuchen. 
Wer sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge in Lichterfelde-Süd engagieren möchte kann sich per Mail an das Stadtteilzentrum Steglitz wenden: helfen@sz-s.de