Ehrenamtliche Unterstützung benötigt

Für Aufgaben im Bereich der Arbeit mit Geflüchteten benötigen wir ehrenamtliche Unterstützung.

Hierbei handelt es sich um die Übernahme von Familienpatenschaften für Geflüchtete, die bereits eine eigene Wohnung bezogen haben. Schwerpunkte der Patenschaft sind die Freizeitgestaltung, die Herstellung von Kontakten in Deutschland und das Leben im Kiez.

Gerne laden wir Sie zu folgender Veranstaltung ein, um erste Kontakte mit unseren neuen Nachbarn zu knüpfen:

„Grenzenlos gemeinsam feiern“
Freitag, 16.6.2017 von 15-18 Uhr
Adresse: KiJuNa, Scheelestr. 145, 12209 Berlin

Wenn Sie daran interessiert sind, sich ehrenamtlich in diesem Bereich zu engagieren und an der o.g. Veranstaltung teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail helfen@sz-s.de an uns.

Herzliche Grüße

Ihr #steglitzhilft-Team


Telte feiert musikalisch! #fastfrühling


Ausflug auf die Kuppel vom Reichstag

Vor ziemlich genau anderthalb Jahren begann der ehrenamtliche Einsatz beim SZS: Deutsch im KiJuNa (Kinder- Jugend- und Nachbarschaftszentrum) des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. für Männer. Aus Zeiten mit wechselnder Besetzung ist bis heute eine „Kerngruppe“ geblieben: Vier Eritreer, ein Syrer, zwei ehrenamtliche Deutschlehrer, eine Deutschlehrerin (ich), die sich nach wie vor dienstags bzw. donnerstags im KiJuNa treffen.

Bei „unseren Jungs“, wie wir Lehrer die Teilnehmer liebevoll nennen, waren wir im Januar zum Weihnachts- / Neujahrsessen in der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreussendamm eingeladen. Eritreisches Essen für Eritreer, Syrer, Deutsche. Die zwei Betten des Zimmers von B. und S. als Winkelsofa aufgestellt, ein paar Stühle dazu, eine Tafel aus drei Tischen dazwischen, 9 Leute passten so in die Runde.

Erst landestypisch mit der Hand gegessen, später dann doch noch nach Gabel und Löffel gefragt, als die sehr leckeren Saucen trotz Fladenbrot das Handgelenk erreichten. Als Mitbringsel hatte unser Kollege G., der auch als Stadtführer tätig ist, eine Einladung für alle auf die Reichstagskuppel vorbereitet.

1Am 19. Februar war es dann soweit, G. hatte unsere Teilnehmerliste eingereicht, wir trafen alle uns um Punkt 15 Uhr (bis auf zwei, die um 15:15 Uhr angerannt kamen) mit Ausweisen (bis auf einen, der aber netterweise mit seiner Berlin-Card eingelassen wurde) am Reichstag.

Am Fuße der Kuppel wurde ich Ohrenzeuge, wie S. (aus Eritrea) einen Rundumblick filmte und diesen vertonte mit den Worten: „… und da wohnt M., das ist das Haus von J. (die quadratischen Altbautürme an den Ecken) … und hier ist meine Wohnung (Schwenk auf die Kuppel daselbst).“

 

Die Spirale hoch und wieder runter, viele fachkundigebildschirmfoto-2017-02-22-um-10-08-51 Erläuterungen von unserem Profi wurden mit den Kenntnissen aus dem Orientierungskurs „Leben in Deutschland“ verknüpft, die ungeheuer große Ausdehnung Berlins bestaunt.

Über meinen Mann, der mit seinen 1,93 m Körpergröße oft ein paar Schritte voraus war, sagte J.: „E. hat eine lange Beine.“, ich erwiderte: „Nein, zwei!“. Darüber wurde noch den ganzen Nachmittag gekichert.

Mit einem „Kaffee danach“ im Berlin-Pavillon haben wir den Ausflug abgerundet, dabei gefühlte 40 dieser minikleinen Zuckertütchen verbraucht und sind dann gemeinsam mit der S-Bahn wieder zurück gen Süden.

2In der Bahn fiel unsere sehr gemischte Truppe (Männer aller Altersgruppen und verschiedenster Herkunft plus eine Frau) durchaus auf, die sympathisch lächelnde Sitznachbarin von B. sprach ihn an, und er musste durch das volle Programm durch: „Aus Eritrea … ja, übers Mittelmeer … seit anderthalb Jahren … nein, ohne Familie … nein, nicht Moslem, sondern Christ … ja, er fühlt sich wohl in Deutschland … vielen Dank (auf das Kompliment hin, er spräche ja schon sehr gut Deutsch)“. Man sah ihm an, dass er gleichermaßen angespannt und doch auch stolz war, diesen spontanen Smalltalk gemeistert zu haben.

Nach und nach löste sich dann unsere Gruppe auf den Bahnhöfen Lankwitz, Lichterfelde-Ost und Lichterfelde-Süd für diesen Tag auf.

Zwei Tage später, beim dienstäglichen Kurs, habe ich dann das zum Programm gemacht, was ich selber zu Schulzeiten so sehr gehasst habe: Wir haben mit vereinten Kräften einen Aufsatz über diesen Ausflug geschrieben.

                       Denise Borowy

Denise Borowy ist „Ehrenamtliche der ersten Stunde“. Seit Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Ostpreußendamm ist sie mit viel Herz und Engagement im Einsatz. Gemeinsam mit vielen weiteren Ehrenamtlichen unterstützt sie die Arbeit des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. mit Menschen mit Fluchterfahrung. Wir freuen uns, zu sehen, was aus der gemeinsamen Arbeit von Träger, Ehrenamtlichen und BesucherInnen wachsen kann und bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für bisherige Unterstützung und Hilfe so vieler Menschen aus unserem Bezirk und über dessen Grenzen hinaus.  


Freiwillige Helfer für den berlinweit aktiven Konfliktlotsenpool gesucht — Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

Wir suchen Freiwillige Helfer für einen berlinweit aktiven Konfliktlotsenpool. In Berlin sind im aktuellen und vergangenen Jahr zahlreiche Unterkünfte für Geflüchtete eröffnet worden, aktuell sind weitreichende Umstrukturierungsmaßnahmen geplant um Geflüchtete aus den Notunterkünften in Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünfte umziehen zu lassen. Diese Vorgänge bedeuten für alle Beteiligten – geflüchtete Menschen, Anwohner, Bertreiber von Unterkünften, Behörden und…

über Freiwillige Helfer für den berlinweit aktiven Konfliktlotsenpool gesucht — Stadtteilzentrum Steglitz e.V.


Die Mitarbeiterinnen des Integrationsbüros stellen sich vor

Mein Name ist Sabine Schwingeler. Ich bin Soziologin und habe seit einem Jahr als Selbständige und Ehrenamtliche Geflüchtete im Stadtteilzentrum Steglitz in Deutsch unterrichtet. Die deutsche Sprache bietet zwar den Schlüssel zur Integration, sie ist aber nur der erste Schritt. So habe ich in den letzten Monaten meine Schüler auch in vielen alltagspraktischen Fragen unterstützt und freue mich darauf, diese Aufgabe einem professionellen Rahmen fortsetzten zu dürfen.

Mit meiner Arbeit möchte ich Brücken bauen zum unserem deutschen Alltag, aber auch zu unseren neuen Nachbarn. Ich möchte Orientierung geben in den Strukturen, Regeln und Werten unserer Gesellschaft. Und vor allem möchte ich Netze knüpfen zwischen all den Gruppen, Vereinen und Organisationen, aber auch zwischen den alteingesessenen und den neuen Mitbürgern unseres Stadtteils, die das Leben erleichtern und bereichern.

 

 

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Ich heiße Martina Sawaneh und arbeite für das neu eröffnete Integrationsbüro Steglitz. Die letzten Monate war ich als Sozialbetreuerin in einer Notunterkunft tätig, welche – wie auch das Integrationsbüro – vom Stadteilzentrum Steglitz e.V. betrieben wird.

Ich freue mich darauf, zusammen mit Frau Schwingeler Perspektiven für unsere neuen Nachbarn zu schaffen. Aber ich sehe meine Aufgabe nicht nur in der Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund. Gerne möchte ich auch behilflich sein, die Hemmschwelle der Berliner gegenüber Menschen aus anderen Kulturkreisen abzubauen. Es ist verständlich, dass Neuem und Unbekanntem erst mal mit Ängsten und Unsicherheiten entgegengetreten wird. Darum ermuntere ich alle, sich mit unseren Neuankömmlingen auseinanderzusetzen. Im Dialog stellt sich dann oft heraus, dass wir alle gar nicht so verschieden sind und uns viel mehr verbindet als es den Anschein hat. Ich hoffe, dass die Steglitzer die Arbeit unseres Integrationsbüros tatkräftig unterstützen werden. Vielen Dank!


Das Integrationsbüro

Integrationsbüro Steglitz

Der Weg der Geflüchteten hört nicht mit der Ankunft in Deutschland auf. Vielmehr ist dies erst der Anfang, denn es müssen nicht nur Unterkunft, Schul- und Kitaplätze, Deutschkurse etc. gefunden, sondern darüber hinaus Perspektiven für die Zukunft geschaffen werden.

Seit Anfang Oktober hat das Stadtteilzentrum Steglitz eine neue Einrichtung: Das Integrationsbüro Steglitz wird in Zukunft Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund aus unserem Stadtteil mit Information, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe in allen Fragen des alltäglichen Lebens zur Seite stehen.

Mehr dazu gibt’s ab sofort hier.


Weltmusik — KiJuNa

Seit einiger Zeit arbeiten wir im KiJuNa, dem Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftshaus des Stadtteilzentrum Steglitz e.V., in verschiedenen Projekten der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung. Bereits früh stellten wir im Rahmen unserer Arbeit fest, dass die bereits Werkzeuge, die wir im Laufe unserer langjährigen Arbeit entwickelt hatten, gerade für diese Projekte […]

über Weltmusik — KiJuNa