6. Interkulturelles Fest in Steglitz-Zehlendorf

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf veranstaltet auch in 2017 wieder ein Interkulturelles Fest, dieses Jahr unter dem Motto:

„Miteinander in Vielfalt“

Eröffnet wird das Fest am 30. Juni 2017 durch die Bezirksstadträtin Carolina Böhm. Zur Einladung sagt sie: „Das Interkulturelle Fest auf dem Hermann-Ehlers-Platz ist zu einer schönen Tradition geworden: Die Vielfalt im Bezirk zeigt sich in dem bunten und internationalen Programm, für alle ist etwas dabei: Die Flamencotanzgruppe „Laura La Risa y Compania“, der Gospelchor der International Baptist Church Berlin, die internationale „Batik Band“ und viele Überraschungen mehr. Ich danke dem Büro der Integrationsbeauftragten für die Vorbereitung und Koordination.“

Darüber hinaus stellt ein Marktplatz der Kulturen die Arbeit und Angebote unterschiedlicher Organisationen im Bereich Integration vor. Natürlich sorgen internationale Gastronomieangebote mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern für das leibliche Wohl.

Kommen Sie vorbei und tauchen Sie ein in das bunte kulturelle Leben in unserem Bezirk!

Datum: Freitag, der 30. Juni 2017
Uhrzeit: 15.00 – 19.00 Uhr
Ort: Hermann-Ehlers-Platz (S- und U-Bahn Rathaus Steglitz)

Veranstalter:
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Büro der Integrationsbeauftragten


Spendenaufruf für gebrauchte Laptops

Das Integrationsbüro des Stadtteilzentrums Steglitz e.V. benötigt gebrauchte, internetfähige Laptops, um diese geflüchteten Frauen mit kleinen Kindern zur Verfügung zu stellen.

Da das Angebot an Deutschkursen mit Kleinkindbetreuung in Berlin limitiert ist, möchten wir Frauen die Möglichkeit geben, die deutsche Sprache mit Hilfe von Online Kursen zu erlernen.

Wenn Sie einen gut funktionierenden und internetfähigen Laptop abzugeben haben oder uns für dieses Projekt eine kleine Geldspende zukommen lassen möchten, melden Sie sich bitte unter helfen@sz-s.de.

Herzliche Grüße

Ihr #steglitzhilft-Team


Ehrenamtliche Unterstützung benötigt

Für Aufgaben im Bereich der Arbeit mit Geflüchteten benötigen wir ehrenamtliche Unterstützung.

Hierbei handelt es sich um die Übernahme von Familienpatenschaften für Geflüchtete, die bereits eine eigene Wohnung bezogen haben. Schwerpunkte der Patenschaft sind die Freizeitgestaltung, die Herstellung von Kontakten in Deutschland und das Leben im Kiez.

Gerne laden wir Sie zu folgender Veranstaltung ein, um erste Kontakte mit unseren neuen Nachbarn zu knüpfen:

„Grenzenlos gemeinsam feiern“
Freitag, 16.6.2017 von 15-18 Uhr
Adresse: KiJuNa, Scheelestr. 145, 12209 Berlin

Wenn Sie daran interessiert sind, sich ehrenamtlich in diesem Bereich zu engagieren und an der o.g. Veranstaltung teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail helfen@sz-s.de an uns.

Herzliche Grüße

Ihr #steglitzhilft-Team


Telte feiert musikalisch! #fastfrühling


Ausflug auf die Kuppel vom Reichstag

Vor ziemlich genau anderthalb Jahren begann der ehrenamtliche Einsatz beim SZS: Deutsch im KiJuNa (Kinder- Jugend- und Nachbarschaftszentrum) des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. für Männer. Aus Zeiten mit wechselnder Besetzung ist bis heute eine „Kerngruppe“ geblieben: Vier Eritreer, ein Syrer, zwei ehrenamtliche Deutschlehrer, eine Deutschlehrerin (ich), die sich nach wie vor dienstags bzw. donnerstags im KiJuNa treffen.

Bei „unseren Jungs“, wie wir Lehrer die Teilnehmer liebevoll nennen, waren wir im Januar zum Weihnachts- / Neujahrsessen in der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreussendamm eingeladen. Eritreisches Essen für Eritreer, Syrer, Deutsche. Die zwei Betten des Zimmers von B. und S. als Winkelsofa aufgestellt, ein paar Stühle dazu, eine Tafel aus drei Tischen dazwischen, 9 Leute passten so in die Runde.

Erst landestypisch mit der Hand gegessen, später dann doch noch nach Gabel und Löffel gefragt, als die sehr leckeren Saucen trotz Fladenbrot das Handgelenk erreichten. Als Mitbringsel hatte unser Kollege G., der auch als Stadtführer tätig ist, eine Einladung für alle auf die Reichstagskuppel vorbereitet.

1Am 19. Februar war es dann soweit, G. hatte unsere Teilnehmerliste eingereicht, wir trafen alle uns um Punkt 15 Uhr (bis auf zwei, die um 15:15 Uhr angerannt kamen) mit Ausweisen (bis auf einen, der aber netterweise mit seiner Berlin-Card eingelassen wurde) am Reichstag.

Am Fuße der Kuppel wurde ich Ohrenzeuge, wie S. (aus Eritrea) einen Rundumblick filmte und diesen vertonte mit den Worten: „… und da wohnt M., das ist das Haus von J. (die quadratischen Altbautürme an den Ecken) … und hier ist meine Wohnung (Schwenk auf die Kuppel daselbst).“

 

Die Spirale hoch und wieder runter, viele fachkundigebildschirmfoto-2017-02-22-um-10-08-51 Erläuterungen von unserem Profi wurden mit den Kenntnissen aus dem Orientierungskurs „Leben in Deutschland“ verknüpft, die ungeheuer große Ausdehnung Berlins bestaunt.

Über meinen Mann, der mit seinen 1,93 m Körpergröße oft ein paar Schritte voraus war, sagte J.: „E. hat eine lange Beine.“, ich erwiderte: „Nein, zwei!“. Darüber wurde noch den ganzen Nachmittag gekichert.

Mit einem „Kaffee danach“ im Berlin-Pavillon haben wir den Ausflug abgerundet, dabei gefühlte 40 dieser minikleinen Zuckertütchen verbraucht und sind dann gemeinsam mit der S-Bahn wieder zurück gen Süden.

2In der Bahn fiel unsere sehr gemischte Truppe (Männer aller Altersgruppen und verschiedenster Herkunft plus eine Frau) durchaus auf, die sympathisch lächelnde Sitznachbarin von B. sprach ihn an, und er musste durch das volle Programm durch: „Aus Eritrea … ja, übers Mittelmeer … seit anderthalb Jahren … nein, ohne Familie … nein, nicht Moslem, sondern Christ … ja, er fühlt sich wohl in Deutschland … vielen Dank (auf das Kompliment hin, er spräche ja schon sehr gut Deutsch)“. Man sah ihm an, dass er gleichermaßen angespannt und doch auch stolz war, diesen spontanen Smalltalk gemeistert zu haben.

Nach und nach löste sich dann unsere Gruppe auf den Bahnhöfen Lankwitz, Lichterfelde-Ost und Lichterfelde-Süd für diesen Tag auf.

Zwei Tage später, beim dienstäglichen Kurs, habe ich dann das zum Programm gemacht, was ich selber zu Schulzeiten so sehr gehasst habe: Wir haben mit vereinten Kräften einen Aufsatz über diesen Ausflug geschrieben.

                       Denise Borowy

Denise Borowy ist „Ehrenamtliche der ersten Stunde“. Seit Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Ostpreußendamm ist sie mit viel Herz und Engagement im Einsatz. Gemeinsam mit vielen weiteren Ehrenamtlichen unterstützt sie die Arbeit des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. mit Menschen mit Fluchterfahrung. Wir freuen uns, zu sehen, was aus der gemeinsamen Arbeit von Träger, Ehrenamtlichen und BesucherInnen wachsen kann und bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für bisherige Unterstützung und Hilfe so vieler Menschen aus unserem Bezirk und über dessen Grenzen hinaus.  


Die unbegleiteten Begleiteten

unbegleitet_foto-pixabayÜber die Rolle von Eltern im Kontext von unbegleiteten, geflüchteten Minderjährigen

Unabhängig davon wie die persönliche Einstellung zu den eigenen Eltern auch sein mag, wird wohl kaum jemand anzweifeln, dass Eltern die Entwicklung eines Kindes maßgeblich und auch die eines Jugendlichen und letztlich die eines erwachsenen Menschen prägen und beeinflussen.

Besonders schmerzlich wird einem die Bedeutung von Eltern bewusst, wenn man mit jenen Menschen zusammenarbeitet, die kaum oder gar keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern haben und bei denen eine Zusammenführung aufgrund der aktuellen politischen Situation in Deutschland und ihrem Heimatland nur schwer oder wohl nie möglich sein wird. Unabhängig davon ob ein Mensch nun 16, 29 oder 42 Jahre alt ist, bleiben Eltern letztlich immer Eltern, eine Rolle mit einer solchen Tragweite im Leben eines Menschen, dass diese nur sehr selten von anderen Menschen übernommen werden kann. (Anmerk.:  Meine Erfahrungen im folgenden Text beziehen sich ausschließlich auf die Arbeit mit geflüchteten Jungen bzw. jungen Männern, da wir in unserer Einrichtung keinerlei Mädchen oder Frauen betreuen und ich mich in diesem Artikel ausschließlich auf meine eigenen Erfahrungen aus meiner täglichen Arbeit stützen möchte.)

Ich werde oft gefragt: „Sind die wirklich den ganzen weiten Weg alleine gekommen? Ohne ihre Eltern?“  Ja und nein.

Den vollständigen Bericht lesen Sie auf www.stadtteilzentrum-steglitz.de


MUF Leonorenstrasse

Am Montag, den 6.2. fand im Willi-Graf-Gymnasium eine Anwohnerinformationsveranstaltung zum geplanten Standort einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) in der Leonorenstrasse in Lankwitz statt. Die Präsentation von Herrn Pohlmann, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist hier dokumentiert.

muf_ba_steglitz_zehlendorf_ls_20170206